Armut macht krank. Und Krankheit macht arm

Entwicklungspolitisches Gespräch zum Thema Armutserkrankungen in Aichach

Am Dienstag den 20. Oktober 2015 veranstalten der Weltladen Aichach und der  gemeinnützige Verein Nepra e.V. einen entwicklungspolitischen Abend zum Thema Armutserkrankungen. Unter anderem wird die von Lepra betroffene Autorin Evelyne Leandro sprechen und Abschnitte aus ihrem Buch „Ausgesetzt. Der Kampf mit einer längst vergessenen Krankheit“ lesen. Die Veranstaltung findet um 18:30 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Kirche im Jakobiweg 8 in Aichach statt und wird durch Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst gefördert. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen zu kommen.

Nächste Lesung: Berlin, 23. September um 19 Uhr

Eine gebürtige Brasilianerin erkrankt in Deutschland an Lepra. Dann kam die Therapie, die Tagebücher, die sie während der Behandlung geführt hat, und später das Buch: Evelyne Leandro hat ihre Erfahrungen mit der bei uns fast vergessenen Krankheit aufgeschrieben und ihren Weg durch die Vorurteile eindrucksvoll geschildert. Am Mittwoch, 23.9 um 19 Uhr wird sie aus ihrem Buch im Puttensaal der Bibliothek am Luisenbad vorlesen.

Mittwoch, 23. September 2015, 19 Uhr.

Puttensaal der Bibliothek am Luisenbad

Travemünder Str. 2 – 13357 Berlin

Woran ich noch arbeite – Teil 4

Ein weiteres Projekt in meinem Viertel, das mit Kindern einer Grundschule arbeiten: KiezGeschichten. Das Ziel ist die Geschichten des Viertels durch Intervention der Kindern zu entdecken, die verschiedene Akteuren und Initiative kennenzulernen und zu vernetzen.

Die Kinder der Vineta-Grundschule auf der Demminer Strasse erkunden diesen vielseitigen Kiez in wilden Schnitzeljagden und dokumentieren Geschichten von Engagierten und Bewohnern, die kreativ aufbereitet bei einem grossen gemeinsamen Event mit anderen Bewohnern und Akteuren des Quartiers präsentiert werden.

Das Pilot-Projekt wurde von September 2014 bis Februar 2015 durchgeführt. Das Projekt wird ab September 2015 weiterlaufen. Ich bin für die Vernetzung von Akteure, Veranstaltungen und Dokumentation verantwortlich.

Woran ich noch arbeite – Teil 3

Nepra e.V. unterstützt und begleitet viele Projekte in Nepal. Ich habe schon von dem Verein hier gesprochen.

Ziel von Nepra e.V. ist es, den Lepra-Betroffenen durch Hilfe zur Selbsthilfe ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Also keine Bevormundung, sondern Förderung von Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und Eigeninitiative. Deshalb verfolgen wir bei unserer Arbeit einen ganzheitlichen Ansatz der Leprahilfe: Heilung, Rehabilitation und Resozialisation. (Quelle: nepra.de)

Im März war ich in Kronberg für eine Lesung, die sehr gut besucht war. Bei der Gelegenheit haben die Geschäftsführerin und ich über Armutskrankheiten und die Situation in Nepal gesprochen. Wir planen eine Vortragsreise im Herbst, damit mehr Menschen davon erfahren können, was für Armutskrankheiten gibt, und wobei man helfen kann. Die Politische- und Bildungsarbeit sind in diesem Bereich sehr wichtig.

Woran ich noch arbeite – Teil 2

Nachdem der Geschäftsführer des Aussätzigen-Hilfswerk Österreich mein Buch gelesen hat, lud er mich ein, Mitglied des Beirats der Organisation zu sein. Sechs kompetente Mitglieder bilden den Beirat des Aussätzigen-Hilfswerkes und darauf bin ich sehr stolz.

Der projektentscheidende Beirat beurteilt Projektvorschläge fachkompetent nach den Dimensionen Relevanz, Qualität, Projektdesign, Wirkung, Partnerqualität und Finanzierung.
(…) Der Beirat ist kein Vergabegremium mildtätiger Hilfe: Vielmehr leistet er einen zentralen Beitrag bei der Sicherstellung der Wirkungsorientierung, welche mit der Entscheidung über Projektauswahl und -design beginnt. Der Beirat kommuniziert via E-Mail und Videokonferenzen, was die Kosten der Beiratstätigkeit auf ein Minimum reduziert. (Quelle: Jahresbericht 2014)

Die Lesung in der DAHW-Würzburg

Für mich ist es immer wieder speziell, nach Würzburg zu fahren. Seit Oktober 2012 habe ich Kontakt mit der DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V.). Alles hat in dem Moment angefangen, als ich tatsächlich Antworten gesucht habe. Ich wollte über die Krankheit sprechen. Endlich.

Seitdem habe ich nicht nur einen Ansprechpartner, sondern auch einen Kooperationspartner. Und das ist gut so, wie die Berliner gerne sagen. Deshalb war die Lesung am 11. Juni sehr bewegend.

Über die Lesung können Sie hier mehr erfahren. Anbei noch einige Fotos.

Foto: Sabine Ludwig/DAHW
Foto: Sabine Ludwig/DAHW
Foto: Sabine Ludwig/DAHW
Foto: Sabine Ludwig/DAHW
Foto: Sabine Ludwig/DAHW
Foto: Sabine Ludwig/DAHW

Woran ich noch arbeite – Teil 1

Neben dem Buch und den Vorträge habe ich verschiedene andere Aufgaben und Projekte. Im Laufe der nächsten Wochen werde ich hier ein bisschen davon berichten.

In meinem Viertel koordiniere ich z.B. ein schönes Projekt, das Wissen und Austausch vermittelt: die Wissensbörse. Die Arbeit ist teilweise ehrenamtlich und macht mir viel Spaß. Die Ergebnisse und die schöne Erfahrungen geben mir Impuls um weiterzumachen.

Mehr Details über das Projekt finden Sie hier.

Lesung in Balingen am 12.6.15

Freitag, 12. Juni 2015 um 19.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Katholisches Gemeindehaus Balingen

Eine Veranstaltung der DAHW Aktions-Gruppe Balingen (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe), unter Mitwirkung des Instituts für Tropenmedizin Tübingen

Eintritt frei

DAHW Aktionsgruppe Balingen · Eine Initiative zur Förderung der DAHW
Dr. Reinhardt Mayer / Margrit Weinmann-Mayer
Filserstraße 25
72336 Balingen

Aus dem Herzen

Heute vor zwei Jahren beendete ich meine Behandlung.
Seit zwei Jahren versuche ich wieder mein Leben weiterzuleben.
Seit zwei Jahren versuche ich die Folgen dieser Krankheit zu ignorieren.
Und ich bin immer noch nicht 100%.
Vielleicht werde ich nie mehr sein.
Weil ich auch nicht mehr dieselbe Person bin.
Weil ich auch nicht mehr dieselbe sein möchte.
Seit zwei Jahren habe ich ein neues Leben.
Damit muss ich mich abfinden.
Seit zwei Jahren gucke ich mich im Spiegel an.
Und bin Stolz.
Darauf, dass ich es geschafft habe.
Darauf, dass ich ein Buch daraus gemacht habe.
Darauf, dass jeder Tag mehr ein Tag weniger ist.
Für den Schmerz und die schlechten Erinnerungen.
Mit der Zeit bleiben nur die guten Sachen.
Und die Gewissheit, dass ich trotz allem auf den richtigen Weg bin.
Und dass zwei Jahren schon vergangen sind.
Aus dem Herzen. Mit oder ohne Fehler.
Das bin ich.
Und sie, die mich für immer begleiten wird.
Aber heute etwas Anderes ist. Nur eine Erinnerung.
Ein Datum.
Heute vor zwei Jahren ist es zu Ende.
Gott sei Dank.